Deutsch (DE-CH-AT)   English (United Kingdom)   Türkçe(Tr)   Français(Fr)   Italiano(Italy)

Auszug aus:

"Der geneigte Leser im Rheinland: der Kalender als Politikum im Vormärz"

von Prof. James Brophy, University of Delaware

 

Das 18. Jahrhundert - so berichten es uns die Wissenschaftler - erlebte eine Revolution im Leseverhalten der Menschen. Im Laufe des Jahrhunderts gesellte sich zu der Praxis bürgerlicher Leser, besonders ehrwürdige Texte wiederholt und intensiv zu konsultieren, deren neuartige Neigung hinzu, mehrere Texte auf einmal durchzulesen. Ephemera übertrumpften zunehmend die ewigen Wahrheiten. Neben der Bibel, dem Gesangsbuch und geerbten "Erbauungsbüchern" verschlangen Männer und Frauen der Mittelschicht die Tageszeitungen, moralisch motivierte Wochenzeitungen, Literatur-Almanache, Kurzgeschichten, Essays und andere Formen säkularer Reportagen und Belletristik. Das Aufkommen “extensiven Lesens” bedeutete nicht nur eine einschneidende Veränderung in dem, was Europäer lesend aufnahmen; es veränderte sich auch deren Vorstellung von der Welt.1 Gedrucktes Material, das aktuelle Ereignisse, Entdeckungen und Gefühle kommunizierte, ließ in den Lesern ein neues Bewusstsein für soziale Erwartungen und individuelle Subjektivität entstehen. Indem moralische Sensibilitäten geschärft und die kritische Reflexion herausgefordert wurden, steigerte die Printkultur des 18. Jahrhunderts die Urteilsfähigkeit, den Gebrauch der Vernunft und die Vorstellungskraft. Der Roman, so argumentiert Wolfgang Iser, konfrontierte den Leser "mit Problemen, die aus seiner eigenen Umgebung entstanden", doch hielt er "verschiedene potentielle Lösungen, die der Leser selbst formulieren musste" bereit.2 Für Jürgen Habermas stellten die veränderten Gewohnheiten des Bürgertums den Beginn der modernen politischen Kultur dar; und sie festigten eine soziale Gemeinschaft, deren Mitglieder sich selbst als räsonierende Teilnehmer des politischen Lebens und als Beschützer öffentlichen Gutes wahrnahmen.3 Ermutigt durch die Hunderten von Lesegesellschaften und die neu aufkommende Institution der Leihbibliothek, orientierte sich das Lesen zunehmend „in Richtung Kommunikation und Reflexion mit dem Ziel die Identität des Bürgertums zu formen und zu bestimmen“.4 Der ausgiebige Konsum von Druckerzeugnissen - darin stimmen die Wissenschaftler weiterhin überein - veränderte im Allgemeinen die Denkgewohnheiten. Selbst ein Skeptiker wie Robert Darnton, der die Vorstellung einer „Leserevolution" missbilligt, stellt dennoch fest, daß „am Ende des 18. Jahrhunderts eine fundamentale Veränderung in der Art und Weise des Lesens stattfand", die „das Ende des alten Regimes - die Herrschaft von Thomas à Kempis, Johann Arndt und John Bunyan - besiegelte".5 Revolution hin oder her, die neuen Leseprotokolle nährten einen kritischen Geist, der die genaue Prüfung und die Reform sozialer Institutionen beförderte. Die kollektiven Erwartungen einer vorwärts gewandten Leseöffentlichkeit mündeten in die „Sattelzeit" der Moderne.6

Doch wie stand es um die einfachen Leser? Waren soziale Klassen, die nicht der Elite angehörten, einem ähnlichen Wandel des sozialen Bewusstseins durch den Akt des Lesens unterworfen? Wenn sie losgelöst waren von der Öffentlichkeit des bürgerlichen Vereinslebens und dessen elitärer Printkultur, konnten dann Bauerneigentümer, Pachtfarmer, Tagelöhner, Handwerker und die städtischen Unterschichten an dem Transformationsprozess noch teilhaben? Da sich die Leseforschung hauptsächlich den Mittelschicht-Lesern zugewandt hat, haben wir weniger Aufschluss darüber gewinnen können, inwieweit die bürgerliche Öffentlichkeit die Volksklassen beeinflusste. Wissenschaftler klammern in der Regel den einfachen Leser von der Leserevolution und der politischen Öffentlichkeit des frühen 19. Jahrhunderts aus.7 Und dies aus drei entscheidenden Gründen: Erstens wurde angenommen, daß die Alphabetisierungsrate niedrig sei. Die im Allgemeinen angeführte Rate von 25% um das Jahr 1800 legt nahe, dass viele „einfache Leute" schlicht die nötigen Grundfähigkeiten nicht besaßen, um neue Informationen aufzunehmen.8 Darüber hinaus, so haben die Forschungen zur Lesefähigkeit gezeigt, sind die Versuche absolutistischer Staaten, einfachen Leuten moralische Sensibilitäten mit Hilfe der Literatur von „Reform"-Kalendern, Almanachen und Traktaten (die Hauptinstrumente der Volksaufklärung) einzuimpfen, kläglich gescheitert.9 Und schließlich haben Wissenschaftler nachgewiesen, daß die hohe Anzahl an säkularen Druckerzeugnissen, die die Öffentlichkeit des 18. Jahrhunderts weitgehend bestimmten, nicht bis in die unteren Schichten der Gesellschaften vordrangen. Zeitgenössische Schätzungen über gebildete Leser, die die nationale Leseöffentlichkeit ausmachten, reichen von 20.000 bis 300.00010, Zahlen, die weniger als bis zu 2 Prozent von Deutschlands 20 bis 22 Millionen Einwohnern im Jahr 1800 ausmachten.11 „Die überwiegende Mehrheit der Deutschen", so stellt James Sheehan fest, „blieb außerhalb dieser `Nationalkultur´, entweder weil sie regelrechte Analphabeten waren oder weil ihr Leseverhalten sich auf einige religiöse Traktate, die Bibel, und vielleicht einige dieser ungehobelten gedruckten Pamphlete, die von wandernden Kolporteuren oder in örtlichen Märkten feilgeboten wurden, beschränkte."12 Gutmeinende Reformer bemühten sich darum, einfache Leute an neue Literatur heranzuführen, doch „die Versuche, den Landbauern davon zu überzeugen, mit dem Lesen von traditionellem Stoff aufzuhören, scheiterten noch bis ins 19. Jahrhundert hinein".13 Die Folge war, so stellte Rolf Engelsing fest, daß „die einfachen Klassen teil hatten an den aristokratischen und bürgerlichen Haushalten, jedoch nicht an der Öffentlichkeit."14 Daher bezeichneten Historiker und Germanisten einfache Leser als "Gefangene" innerhalb der Grenzen traditioneller Druckerzeugnisse. Dadurch seien ihnen die Grundsätze der bürgerlichen Gesellschaft unzugänglich gewesen.

Deutsche Unterschichten von der Öffentlichkeit des 19. Jahrhunderts auszuschließen, hatte enorme Auswirkungen. Zentral ist dabei die Frage, ob einfache Leute die Ideale und ideologischen Impulse der post-revolutionären bürgerlichen Gesellschaft begriffen - was eine Grundvoraussetzung für absichtsvolle Teilhabe darstellte. Während der sich wechselseitig verstärkende Effekt bürgerlicher und populärer Politik ein langwährendes Motiv innerhalb der französischen und englischen Historiographie darstellt, steht die Beziehung zwischen den unterbürgerlichen und kleinbürgerlichen politischen Kulturen Deutschlands auf weniger festem Boden.15 Die relative Nachlässigkeit der deutschen Historiographie erklärt sich teilweise aus der langwährenden Vorherrschaft der Sonderwegs-These. Die Argumente dieses Modells über die verspätete Nationsbildung und die unterentwickelte bürgerliche politische Kultur postulierten im Gegenzug eine politisch rückständige Bevölkerung.16 Obwohl Historiker lange Zeit die These einer unterentwickelten bürgerlichen Gesellschaft im Deutschland des 19. Jahrhunderts in Frage gestellt haben, bleiben die Verknüpfungen zwischen der bürgerlichen Gesellschaft und der politischen Kultur der unterbürgerlichen Schichten wenig erforscht.17 Die neuere Historiographie über die bürgerliche Gesellschaft teilt weitgehend die Annahme, daß männliche städtische bürgerliche Gruppen - mit ihren Print-Netzwerken, ihrem Vereinsleben und ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen - den Hauptmotor des Wandels darstellten. Diese Prämisse, mag sie auch noch so sehr gültig sein, hat zu einer eng gefassten Definition der politischen Kulturen geführt, die die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ausmachten. Sie übersah dabei andere soziale Gruppen und deren Wirkungssphären.18 Grundlegender noch: die Historiker haben lediglich allgemeine Auffassungen darüber, wie einfache Deutsche während und nach der Napoleonischen Epoche politische Ideen entdeckt haben, um ihre eigene Meinung zu bilden.19 Unser Wissen darüber, wie sich politische Impulse der Neuzeit innerhalb der unterbürgerlichen Klassen im nach-Napoleonischen Deutschland ausbreiteten, bleibt rudimentär.20

Dieser Aufsatz ist ein Beitrag zu einer breiteren Debatte, indem er die immense Trennungslinie zwischen extensiven und intensiven Lesepraktiken zu überbrücken bemüht ist. Daß einfache Rheinländer nicht regelmäßig die ausgiebige Literatur der bürgerlichen Öffentlichkeit lasen, bedeutete nicht, dass sie in Unkenntnis über deren Hauptthemen waren. Auch traditionelles Lesegut erfüllte diese Funktion. Obwohl auch andere Pamphlete, Bücher, Drucke und Lyrik (sowohl auf legalem als auch illegalem Wege) in den Händen von ländlichen und städtischen Rheinländern landeten, konzentriert sich der vorliegende Essay auf eine Art von Lesestoff, der nahezu in jedem ländlichen und städtischen Haushalt zu finden war: Haus- und Volkskalender.21 Dieses Genre war wahrhaft populär. Da fast jeder Haushalt (manchmal sogar aus rechtlichen Gründen) dazu verpflichtet war, sich jedes Jahr aufs Neue ein Zeitmaß anzuschaffen, wurden Kalender von einfachen Leuten ausgiebig gelesen. Für Haushalte, die über keine Bücher verfügten, waren sie der einzig zugängliche säkulare Lesestoff.22

Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieses neue Genre neuartige Ideen transportieren konnte.  Die Wissenschaft von heute hat es in in der Regel nicht als bedeutsame Quelle für die politische Kultur des 19. Jahrhunderts eingestuft.23 Doch W. H. Riehl, ein Ethnograph des 19. Jahrhunderts, war da anderer Meinung: Er sah im Kalender ein einflussreiches Medium populärer Politik, der Politik fürs einfache Volk. So argumentierte Riehl 1852:


"Die vollständige Umgestaltung der Volkskalender seit länger als einem halben Jahrhundert ist ein Siegeszeichen der sozialen Politik. Wir haben jetzt Volkskalender der politischen Parteien, mehr noch der kirchlichen; die Regierungen lassen Kalender schreiben, weil sie wissen, dass sie mit ihren offiziellen Zeitungen niemals bis zu den Bauern durchdringen können, und die Opposition säumt dann auch nicht, ihrerseits mit Kalendern ins Feld zu rücken." 24

 

Riehls Nostalgie über das verlorene “Goldene Zeitalter” der deutschen Bauernschaft einmal beiseite gelassen, ist sein Lamentieren über die Politisierung von Kalendern doch äußerst aufschlussreich.

Was Riehl selbst in den 1850er Jahren offenkundig deutlich war, bedarf einer Erklärung. Obwohl „traditionell" und „ausgiebig gelesen" waren Kalender bedeutsamen Veränderungen im Zeitraum zwischen 1790 und 1840 unterworfen. Diese Veränderungen erlauben uns dieses Genre als ein Medium zu interpretieren, das auf der Höhe seiner Zeit war. Sowohl implizit als auch explizit berichteten Kalender von der gegenwärtigen Welt, sie lieferten einfachen Lesern politische Alternativen und zeichneten die Parteinahme einer neuen ideologischen Landschaft ab. Das Genre des Kalenders ist daher dazu angetan, die klare Trennung zwischen extensiven und intensiven Lesepraktiken zu verwischen. Bei einigen wichtigen politischen Themen bestand in den Printkulturen der Elite und der einfachen Leute eine Konvergenz. Um diesen Punkt herauszuheben, analysiert der Essay die stilistischen und textlichen Veränderungen - Transformationen also, die einen reifen Leser voraussetzen. Er untersucht anschließend den Grad der Politisierung in Kalendern der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Zunächst ist es notwendig die niedrige Alphabetisierungsrate, die den einfachen Leuten zugeschrieben wurde, zu bewerten, die ja impliziert, daß eine Unfähigkeit bestand neue Ideen aufzunehmen, geschweige denn sie sich zu eigen zu machen.25 Erstens beziehen sich Alphabetisierungsstudien in der Regel nicht darauf, daß zuhause, in der Taverne oder auf dem Marktplatz laut vorgelesen wurde, eine Praxis, die enorme Auswirkungen hat, was die Bindung der lesekundigen und -unkundigen Menschen an die Öffentlichkeit angeht.26 Weiterhin stieg die allgemein angeführte Alphabetisierungsrate von 25% im Jahr 1800 auf 40% im Jahr 1830, was einen bedeutenden Zuwachs an Lesefähigkeit in den Volksklassen bedeutete.27 Für das Rheinland ist die Zahl von 40% jedoch zu niedrig angesetzt. Etienne François vertritt in seiner Alphabetisierungsstudie über Koblenz in den Jahren 1789 bis 1802 die These, daß eine verbreitetere Alphabetisierung gegen Ende des Ancien Régime deutlich zutage trat. François hat aufgezeigt, daß zwischen 73.6 bis 86.9% der Städter und 60.4% deren Ehefrauen Grundkenntnisse an Lese- und Schreibfähigkeit besaßen - eine Zahl, die bei weitem die allgemeinen Schätzungen übertrifft.28 Die hohe Alphabetisierungsrate von Koblenz erklärt sich teilweise durch das Grundschulwesen in der Region. Die Schulbesuchsraten in den Erzbistümern Mainz, Köln und Trier gehörten zu den höchsten im Europa des 18. Jahrhunderts.29 Außerdem haben Mikrostudien in und um das Rheinland bestätigt, daß es eine ausgiebige Volksalphabetisierung gab. Eine Studie über eine Gemeinde in Oldenburg (Menslage) berichtet von Alphabetisierungsraten von 84% für Männer und zwischen 46 bis 84% für Frauen; Hans Medicks Forschungen über die schwäbische Stadt Laichingen haben gezeigt, dass 570 von 577 Haushalten zwei oder mehr Bücher in ihrem Bücherschrank stehen hatten. Und Rudolf Schlögl deutet an, daß die Alphabetisierung der Unterschichten in der Region Aachen-Köln-Münster gegen Ende des 18. Jahrhunderts bei über 50% lag.30 Daher waren gegen 1836 nur 10.8% der preußischen Militärrekruten aus dem Rheinland nicht dazu in der Lage, mit ihrem Namen zu unterschreiben, eine Zahl, die auf 2.8% im Jahr 1848 fiel.31 Diese Forschung bestätigt die Beobachtung des Pädagogen Heinrich Gottlob Zerrenner aus dem Jahr 1786, der seinerzeit die Tatsache der Existenz einer ausgedehnten ländlichen Leserschaft ebenfalls akzeptiert hatte.

 

"Wer glaubt", so schrieb er, „daß der Bauer seine Geschäfte vollständig vernachlässigt, um mit Büchern herumzulungern, kennt ihn nicht. Der Bauer kennt seine Interessen nur zu gut. Doch diejenigen, die glauben, daß der Bauer gar nicht liest, liegen ebenso falsch und sind nicht richtig über den Farmer informiert. In der Tat lesen viele - doch was lesen sie? Ihr gesamter Lesestoff besteht aus Kalendern, hymnischen und manchen miserablen Traktaten, die sie von ihren Großeltern und Urgroßeltern geerbt haben, mit denen sie den Winter und die Sonntagabende verbringen - also manche anderen elendigen Broschüren, die sie entweder auf dem Jahrmarkt oder armen Frauen oder ausgedienten Soldaten, die von Haus zu Haus pendeln, abgekauft haben."32

 

In der Tat hat die verbreitete Präsenz der Kolporteure von Büchern die Annahme einer ländlichen Volksleserschaft gestützt.33 Vor allem verkauften diese Kolporteure Kalender, an deren Druckauflagen kein Standardbuch oder keine Zeitung heranreichte. Im Durchschnitt erreichten sie 10.000 Exemplare, doch im Fall der rheinländischen Kalender stiegen sie auf bis zu 50.000 an.34 Reinhart Siegerts revisionistische Beurteilung, daß im 18. Jahrhundert „die Mehrheit der Bevölkerung eine Grundalphabetisierung besaß" erscheint plausibler als die bislang vorherrschende Sichtweise, daß 75% der deutschen Bevölkerung keinerlei Bezug zum geschriebenen Wort hatte.35

 

 *Dieser Aufsatz ist erschienen in: Past & Present 185 (November 2004). S. 119-142. James Brophy dankt sehr herzlich der University of Delaware und deren College of Arts and Sciences und dem Center for International Studies für die Unterstützung bei der Finanzierung der Übersetzung dieses Aufsatzes.


aus dem Englischen von Devrim Karahasan, die für diese Webseite diese Übersetzung am 21. Februar 2015 nochmals einer stilistischen Korrektur unterzogen hat


1 Rolf Engelsing, “Die Perioden der Lesergeschichten in der Neuzeit: Das statistische Ausmaß und die soziokulturelle Bedeutung der Lektüre”, Archiv für Geschichte des Buchwesens, X, 982-3. Für einen Überblick der “Lesewut” in Deutschland, siehe James Van Horn Melton, The Rise of the Public in Enlightenment Europe (Cambridge, 2001), Kapitel 3.

2 Wolfgang Iser, The Implied Reader: Patterns of Communication in Prose Fiction from Bunyan to Beckett (Baltimore, 1974), xi.

3 Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit: Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Mit einem Vorwort zur Neuauflage 1990 (Frankfurt am Main, 1990).

4 Reinhard Wittmann, “Was there a Reading Revolution at the End of the Eighteenth Century?”, in: Guglielmo Cavallo und Roger Chartier (hrgs.), A History of Reading in the West (Amherst, 1999), 293. Für die Leihbibliotheken im Deutschland des frühen 19. Jahrhundert, siehe Georg Jäger und Jörg Schönert (hrgs.), Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert: Organisationsformen, Bestände, Publikum (Hamburg, 1980): Michael Knoche, Volksliteratur und Volksschriftenvereine im Vormärz: Literaturtheoretische und institutionelle Aspekte einer literarischen Bewegung (Frankfurt am Main, 1986); Otto Dann, Lesegesellschaften und europäische Emanzipation: Ein europäischer Vergleich (München, 1981).

5 Robert Darnton, “First Steps toward a History of Reading”, in: The Kiss of Lamourette (New York, 1990), 167.

6 Reinhart Koselleck, ”´Neuzeit´: Remarks on the Semantics of the Modern Concept of Movement”, in: Futures Past: On the Semantics of Historical Time, übersetzt von Keith Tribe (Cambridge, Mass., 1985). Siehe auch Hans Robert Jauss, “Literaturgeschichte als Provokation”, in: Literaturgeschichte als Provokation (Frankfurt am Main, 1970); Erich Schön, Der Verlust der Sinnlichkeit oder die Verwandlungen des Lesers: Mentalitätswandel um 1800 (Stuttgart, 1993), 50-1; Paul Ricoeur, Time and Narrative, übersetzt von Kathleen Blamey und David Pellauer, 3 Bd. (Chicago, 1984-8), iii, 166ff.

7 Die Erforschung der Beziehung zwischen populären und bürgerlichen Lesern ist ein etabliertes Forschungsfeld in Frankreich: siehe vor allem Roger Chartier, The Cultural Origins of the French Revolution, übersetzt von Lydia G. Cochrane (Durham, NC, 1991); Roger Chartier, The Cultural Use of Print in Early Modern France, übersetzt von Lydia G. Cochrane (Princeton, 1987); Robert Darnton, The Forbidden Bestsellers of Pre-Revolutionary France (New York 1996); Robert Darnton, The Literary Underground of the Old Regime (Cambridge, Mass., 1982); Sarah Maza, Private Lives and Public Affairs: The Causes Célèbres of Prerevolutionary France (Berkeley, 1993); Lynn Hunt, Politics, Culture and Class in the French Revolution (Berkeley and Los Angeles, 1984).

8 Rudolf Schenda, Volk ohne Buch: Studien zur Sozialgeschichte der populären Lesestoffe, 1770-1910 (München, 1977), 444.

9 Reinhart Siegert, Aufklärung und Volkslektüre exemplarisch dargestellt an Rudolf Zacharias Becker und seinem “Noth- und Hülfsbüchlein”, mit einer Bibliographie zum Gesamtthema, Sonderdruck aus dem Archiv für Geschichte des Buchwesens (Frankfurt am Main, 1978), 1156; Reinhard Wittmann, “Der lesende Landmann: Zur Rezeption aufklärerischer Bemühungen durch die bäuerliche Bevölkerung im 18. Jahrhundert”, in: Dan Berindei et al. (hg.), Der Bauer Mittel- und Osteuropas im sozio-ökonomischen Wandel des 18. und 19. Jahrhunderts: Beiträge zu seiner Lage und deren Widerspiegelung in der zeitgenössischen Publizistik und Literatur (Köln, 1973), 159-62; Jürgen Voss, “Der gemeine Mann und die Volksaufklärung im späten 18. Jahrhundert”, in: Hans Mommsen und Winfried Schulze (hg.), Vom Elend der Arbeit: Probleme historischer Unterschichtenforschung (Stuttgart, 1981).

10 Engelsing, “Die Perioden der Lesergeschichten in der Neuzeit”, 984. Friedrich Nicolai schätzte 20.000; Jean Paul zog die Zahl 300.000 vor.

11 Schön, Der Verlust der Sinnlichkeit oder die Verwandlungen des Lesers, 46, 56.

12 James J. Sheehan, German History, 1770-1866 (Oxford, 1989), 157-8; siehe auch Schenda, Volk ohne Buch, 279-87.

13 Wittmann, “Der lesende Landmann”, 175.

14 Rolf Engelsing, “Zur politischen Bildung der deutschen Unterschichten, 1789-1863”, in: Zur Sozialgeschichte deutscher Mittel- und Unterschichten, 2. Auflage (Göttingen, 1978), 156.

15 Siehe insbesondere Maurice Agulhon, The Republic in the Village: The People of the Var from the French Republic to the Second Republic (Cambridge, 198); Edward Berenson, Populist Religion and Left-Wing Politics in France, 1830-1852 (Princeton, 1984); Chartier, Cultural Origins of the French Revolution; Arlette Farge, Subversive Words: Public Opinion in Eighteenth-Century France, übersetzt von Rosemary Morris (University Park, Pa., 1995); Eric J. Hobsbawn, Captain Swing (New York, 1968); George Rudé, The Crowd in History: A Study of Popular Disturbances in France and England, 1730-1848 (London, 1981); George Rudé, The Face of the Crowd: Studies in Revolution, Ideology, and Popular Protest: Selected Essays of George Rudé (Brighton, 1988); Peter Sahlins, Forest Rites: The War of the Demoiselles in Nineteenth-Century France (Cambridge, Mass., 1994); Edward P. Thompson, The Making of the English Working Class (New York, 1964); Charles Tilly, Popular Contention in Great Britain, 1758-1834 (Cambridge, Mass., 1995).

16 Für einen Überblick über das Argument der deutschen Ausnahmesituation und dessen Platz in der modernen deutschen Geschichtsschreibung, siehe vor allem David Blackburn und Geoff Eley, The Peculiarities of German History: Bourgeois Society and Politics in Nineteenth-Century Germany (New York, 1984).

17 Die Literatur ist zu ausgiebig, um beiläufig zitiert zu werden. Für führende programmatische Beiträge siehe Utz Haltern, Bürgerliche Gesellschaft: Sozialtheoretische und sozialhistorische Aspekte (Darmstadt, 1985); Lothar Gall (hg.), Von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft (Enzyklopädie deutscher Geschichte, XXV, München, 1993); Lothar Gall (hg.), Bürgertum und bürgerlich-liberale Bewegung in Mitteleuropa seit dem 18. Jahrhundert (Historische Zeitschrift, XVII, München, 1991); Wolfgang Hardtwig, Nationalismus und Bürgerkultur in Deutschland, 1500-1914; Ausgewählte Aufsätze (Göttingen, 1994); Jürgen Kocka, Bürgertum und Bürgerlichkeit als Probleme der deutschen Geschichte vom späten 18. zum frühen 19. Jahrhundert (Göttingen, 1987); Jürgen Kocka (hg.), Bürgertum im 19. Jahrhundert: Deutschland im europäischen Vergleich, 3 Bde. (München, 1988); Lutz Niethammer et al. (hrgs.), Bürgerliche Gesellschaft in Deutschland (Frankfurt am Main, 1990); Hans-Jürgen Puhle (hg.), Bürger in der Gesellschaft der Neuzeit: Wirtschaft-Politik-Kultur (Göttingen, 1991).

18 Die Frage nach der Beziehung einfacher Rheinländer zur Ideologie nach der Epoche der Französischen Revolution zu stellen, bedeutet nicht anzunehmen, daß einfache Deutsche in der frühneuzeitlichen Epoche unpolitisch waren. Die Frage ist eher, ob untere Klassen in den Genuss kamen, kommunikative Anschlussfähigkeit an die politischen Impulse der post-Napoleonischen Ära zu erhalten.

19 Diese grundlegende Frage bildet den Rahmen meiner ausgedehnten Studie Popular Culture and the Public Sphere in the Rhineland, 1800-1850, (Cambridge, 2007), die untersucht, wie Stätten und Formen der Volkskultur zu Medien der Öffentlichkeit wurden.

20 Es gibt jedoch unentbehrliche Arbeiten, die sich just dieser Frage gewidmet haben. Siehe vor allem Manfred Gailus, Straße und Brot: Sozialer Protest in den deutschen Staaten unter besonderer Berücksichtigung Preußens, 1847-1849 (Göttingen, 1990); Manfred Gailus und Heinrich Volkmann, Der Kampf um das tägliche Brot: Nahrungsmangel, Versorgungspolitik und Protest, 1770-1990 (Opladen, 1994); Wolfgang Kaschuba, Lebenswelt und Kultur der unterbürgerlichen Schichten im 19. und 20. Jahrhundert (Enzyklopädie deutscher Geschichte, V, München, 1990); Wolfgang Kaschuba und Carola Lipp, 1848 - Provinz und Revolution: kultureller Wandel und soziale Bewegung im Königreich Württemberg (Tübingen, 1979); Wolfgang Kaschuba, „1848/49: Horizonte politischer Kultur", in: Wolfgang Hardtwig (hg.), Revolution in Deutschland und Europa, 1848/49 (Göttingen, 1998); Wolfgang Kaschuba, Volkskultur zwischen feudaler und bürgerlicher Gesellschaft: Zur Geschichte eines Begriffs und seiner gesellschaftlichen Wirklichkeit (Frankfurt am Main, 1988); Carola Lipp, „Aktivismus und politische Abstinenz: Der Einfluss kommunalpolitischer Erfahrung und lebensweltlicher Strukturen auf die politische Partizipation in der Revolution von 1848/49", in: Christian Jansen und Thomas Mergel (hrgs.), Die Revolution von 1848/49: Erfahrung-Verarbeitung-Deutung (Göttingen, 1998).

21 Dieser Aufsatz untersucht Kalender, die für ein nicht-bürgerliches Publikum bestimmt waren. Es vermeidet zum Beispiel Staatskalender, die für Regierungsbeamte bestimmt waren, denen es an Texten mangelte und die nicht von Inhabern irgendwelcher Regierungs-, Kirchen- oder Stadtämter stammten. Darüber hinaus untersucht es nicht literarische Almanache, die auf ein bürgerliches Publikum abzielten und keine Kalenderinformationen enthielten. Obwohl der Gebrauch im Englischen den Begriff „Kalender" oder „Almanach" verwässert, ist die Unterscheidung doch ausschlaggebend für die deutsche Printkultur; Almanache zielten ausschließlich auf ein Mittelschichts-Publikum. Als Beispiel für einen Staatskalender siehe: Kalender für den Regierungs-Bezirk und die Stadt Köln auf das Gemein-Jahr nach Christi 1837 (Köln: Rommerskirchen Buchhandlung). Für einen typischen Almanach mit seiner Vielfalt an Gedichten und dessen Anspruch an intellektuelles Lesen, siehe: Musenalmanach aus Rheinland und Westfalen 1823 (Köln: Dumont Schauberg).

22 Rudolf Schenda stimmt dieser Sichtweise zu. Nachdem er den volkstümlichen Reiz der Almanache und sogenannten Taschenbücher ablehnt, schreibt er: „Nicht so die Kalender, die einer größeren Publikumsschicht gefielen – nicht nur den lesenden Bauern und Arbeitern, sondern auch armen und reichen Bürgern, und die…neben Bibel und Gesangsbuch den einzigen Lesestoff des „Volkes" – 80-90% der ländlichen Bevölkerung – darstellten“. Schenda, Volk ohne Buch, 281. Für bibliographische Essays sowie ein unerlässliches Inventar von Druckerzeugnissen der Volksaufklärung des 18. Jahrhunderts, siehe: Volksaufklärung: Bibliographisches Handbuch zur Popularisierung aufklärerischen Denkens im deutschen Sprachraum von den Anfängen bis 1850, hg. Reinhart Siegert und Holger Böning, 3 vols. (Stuttgart, 2001).

23 Entscheidend ist, daß Schenda den Kalendern keinen politischen Wert beimisst: Schenda, Volk ohne Buch, 279-87; und auf ähnliche Weise übersieht Engelsing die Rolle der Kalender, wenn er die populäre politische Literatur diskutiert: Engelsing, „Zur politischen Bildung der deutschen Unterschichten, 1789-1863“. Willkommene Ausnahmen sind: Holger Böning, „Volkserzählungen und Dorfgeschichten"; und Heiner Plaul und Ulrich Schmid, „Die populären Lesestoffe": beide in: Gerd Sauermeister und Ulrich Schmid (hg.); Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, V, Zwischen Restauration und Revolution, 1815-1848 (München, 1998). Gerhardt Petrats Überblick über deutsche Kalender liefern auch einen brauchbaren Rahmen für deren politische und soziale Rolle, siehe: Einem besseren Dasein zu Diensten: Die Spur der Aufklärung im Medium Kalender zwischen 1700 und 1919 (München, 1991), Kapitel 3. Siehe auch Volker Bauer, „Das preußische Kalenderwesen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts“, in: Bernd Sösemann (hg.); Kommunikation und Medien im Preußen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert (Stuttgart, 1910), 38.

24 W. H. Riehl, „Volkskalender im achtzehnten Jahrhundert", in: Kulturstudien aus drei Jahrhunderten, 7. Auflage (Stuttgart, 1910), 38.

25 Für eine Kritik der literarischen Statistiken und deren konzeptuelle Lücken, siehe Rudolf Schenda, Die Lesestoffe der kleinen Leute: Studien zur populären Literatur im 19. und 20. Jahrhundert (München, 1976), 38.

26 Roger Chartier, „Reading Matter and ´Popular´ Reading: From the Renaissance to the Seventeenth Century", in: Cavallo und Chartier (hg.); History of Reading in the West.

27 Schenda, Volk ohne Buch, 444.

28 Etienne François, „Die Volksbildung am Mittelrhein im ausgehenden 18. Jahrhundert: Eine Untersuchung über den vermeintlichen „Bildungsrückstand" der katholischen Bevölkerung Deutschlands im Ancien Régime", in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, iii (1977), 279. Der prozentuale Anteil basiert auf der Fähigkeit einen Ehevertrag zu unterzeichnen. Da die Forschung gezeigt hat, daß die Fähigkeit zu lesen stets größer war als die Fähigkeit mit seinem eigenen Namen zu unterschreiben, legt diese quantitative Forschung nahe, daß grundlegende Lesefähigkeit weit über 25% lag. Für weitere Diskussion über Unterschriften als Index für Lese- und Schreibfähigkeit, siehe Siegert, Aufklärung und Volkslektüre, 593; und Roger Chartier, Dominique Julia und Marie-Madeleine Compère (hg.); L´Éducation en France du XVIe au XVIIIe siècle (Paris, 1976), 89.

29 François, „Die Volksbildung am Mittelrhein", 299-302. François schreibt die hohe Lese- und Schreibfähigkeit auch der großen Konkurrenz zwischen den Religionen zu, die sowohl Katholiken als auch Protestanten dazu anspornte, formale Schulbildung zu fordern; siehe auch Étienne François, „Alphabetisierung und Lesefähigkeit in Frankreich und Deutschland um 1800", in: Étienne François, Helmut Berding und Hans-Peter Ullmann (hg.), Deutschland und Frankreich im Zeitalter der Französischen Revolution (Frankfurt am Mai, 1989), 409-10. Norbert Winnige führt den gesamten Schulbesuchsanteil im Rheinland mit 49,1% im Jahr 1816 an, der auf 86,4% im Jahr 1846 anstieg. Damit lag die preußische Rheinland-Provinz nur an zweiter Stelle nach der Provinz Sachsen. Norbert de Winnige, „Alphabetisierung in Brandenburg-Preußen, 1600-1850: Zu den Grundlagen von Kommunikation und Rezeption", in: Ralf Pröve und Norbert de Winnige (hg.), Wissen ist Macht: Herrschaft und Kommunikation in Brandenburg-Preußen, 1600-1850 (Berlin, 2001), 53.

30 Karl-Heinz Ziessow, Ländliche Lesekultur im 18. und 19. Jahrhundert: Das Kirchspiel Menslage und seine Lesegesellschaften, 1790-1840 (Cloppenburg, 1988), 54-5; Hans Medick, Weben und Überleben in Laichingen, 1650-1900: Lokalgeschichte als allgemeine Geschichte (Göttingen, 1996), 457; Rudolf Schlögl, Glaube und Religion in de Winnige, „Alphabetisierung in Brandenburg-Preußen“, 51.r Säkularisierung: Die katholische Stadt – Köln, Aachen, Münster, 1700-1840 (München, 1995).

31 Winnige, "Alphabetisierung in Brandenburg-Preußen", 51.

32 Siegert, Aufklärung und Volkslektüre, 66-7; Helmut König, Zur Geschichte der Nationalerziehung in Deutschland im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts (Berlin, 1960).

33 Die Geschichte des deutschen Kolporteurs* muss noch geschrieben werden. Siehe jedoch Laurence Fontaine, History of Pedlars in Europe (Cambridge, 1996).

34 Siehe Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Reg. Köln, Nr. 110, „Zensur von Kalender-Ausgaben, 1816-1881", die 11.000 als Druckauflage für Kölns Hinkender Bote anführt; für größere Drucke von privilegierten Kalendern, siehe Friedrich Voit, Vom „Landkalender“ zum „Rheinländischen Hausfreund“ Johann Peter Hebels: Das südwestdeutsche Kalenderwesen im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert (Frankfurt am Main, 1994), 44-8; Schenda, Volk ohne Buch, 285; siehe auch Hartmut Sührig, „Kalender: Zur Publizistik eines Massenkommunikationsmediums vom 18. bis 20. Jahrhundert", in: Archiv für Geschichte des Buchwesens, xxii (1981), für Kalender des 19. Jahrhunderts in der Gegend von Hannover, die in einer Auflage von 14.000 bis 52.000 Exemplaren erschienen.

35 Siegert, Aufklärung und Volkslektüre, 597; Reinhart Siegert, „Die Lesegewohnheiten des „gemeinen Mannes“ um 1800 und die Anfänge von Volksbibliotheken", in: Georg Jäger, Dieter Langewiesche und Alberto Martino (hg.), Literatur, Politik und soziale Prozesse: Studien zur deutschen Literatur von der Aufklärung bis zur Weimarer Republik (Tübingen, 1997).

 

*Gemeint ist der wandernde Verkäufer und Feilbieter von Büchern, der im deutschen und auch in einigen anderen europäischen Sprachgebrauchen wegen der dadurch verbreiteten Inhalte häufig zum "politischen Kolporteur" wurde. Bleibt man bei der genauen Wortbedeutung bezeichnet das Wort nichts weiter als den Träger von Tür zu Tür, daher auch Hausierer genannt, da er für den Verkauf von Haus zu Haus laufen mußte. (Anmerkung der Übersetzerin)