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Clinton versus Trump

 

Vielleicht hat Thomas Gottschalk vielen aus der Seele gesprochen, als er in Anne Wills Talkrunde sagte, dass er Donald Trump als Entertainer ganz amüsant fände, für Wähler aber indiskutabel. In der Tat haben die zahlreichen Fettnäpfchen, in die Trump bereits getreten ist, gezeigt wie vieles Hillary Clinton ihm voraus hat. Im ersten TV-Duell präsentierte sie sich argumentationstark und schlagfertig und lieferte auch gleich eine Erklärung dafür, dass ihr Widersacher keine Einkommenserklärung zu veröffentlichen bereit ist: wahrscheinlich läge das daran, dass er gar keine Einkommenssteuer zahle. Und wie groß sein Vermögen nun wirklich ist, wissen vermutlich nur seine Vermögensberater oder er selbst. Das schien auch das einzige Argument zu sein, das Trump zur Hand hatte. Es sei an der Zeit, dass ein Mann die USA regiere, der etwas von Geld verstehe. Aber tut er das überhaupt? Zahlreiche Mitarbeiter klagten, dass sie ihren Lohn nicht ausgezahlt bekommen hätten. Verstehen die etwa nichts von Geld? Davon hat Trump mehr als er braucht und er sagt zwar, er wolle nicht damit angeben, doch tut er genau das. So als sei ein großes Vermögen ein Freifahrtschein zur politischen Macht. Dass Geld aber auch korrumpieren kann, erwähnt er mit keiner Silbe. Hierin ist aber auch Hillary Clinton kein unbeschriebenes Blatt.

Dass Trump, das Trampeltier, sich ihr gegenüber galant und höflich zeigte, gehörte wohl zur Show eines TV-Duells. Denn kurz zuvor hatte er noch versucht, die Lungenentzündung von Hillary Clinton zu seinen Zwecken auszuschlachten, indem er in Fernsehsendungen sein Attest präsentierte, das ihn als kerngesund ausweise. Dermaßen in die Schwäche des Gegners hereinzugrätschen zeugt nicht gerade von Anstand und es zeigt wie sehr er darauf bedacht ist, seinen eigenen Vorteil zu nutzen. Dadurch ist Trump schon längst nicht mehr Trumpf. Das ist in der Politik leider viel zu oft gang und gäbe. Ob Trump allein deswegen schon der bessere Politiker wäre, ist zu bezweifeln.

Es gibt Männer, die in ihrem Gebaren wirken wie Donald Duck und herausposaunen wie ein Trompetenspieler, was sie so alles drauf haben. Sie kennen den Unterschied zwischen Macht und Politik nicht so genau. So einer ist Donald Trump alias Duck, die Trompete. Er schaufelt Geld auf dubiosen Wegen, bringt es unters eigene Familienvolk, prellt Investoren und Menschen, die auf seine Bildungsinstitutionen hereingefallen sind, und behauptet dann er sei ein reicher Mann, weil er so hart gearbeitet habe. Die meiste Zeit verbringt Duck, die Trompete, damit anzugeben, wie viele schöne Frauen er bereits flachgelegt hat, wo er überall seine Phallussymbole erbauen konnte und wie korrupt die Anderen alle sind. Hillary alias Hilarious Klinkton erscheint daneben wie die Ausgeburt der Tugend, mit einer Ehe und ohne bekannte Affären, einer erfolgreichen Businesstochter und viel Frauenpower. Dass die nicht hinten anstehen will, ist klar. Und so macht sie sich auf den Weg, auf allen möglichen Conventions und Veranstaltungen dicke Schecks einzustreichen, von der großen Nation und größten Supermacht des Westens überhaupt zu erzählen und so zu tun als habe sie die weißeste aller Westen.

Tja, der Westen. Das alte Weibsbild in Wildwestmanier mit schwingenden Lassos und Rodeos gibt es nur noch in den Vergnügungsparks und Hobbykellern. Der alte Opa-Mann zählt inzwischen, wie viele weiße Haare er sich angeeignet hat beim ewigen Lügen über die Machenschaften der Selfmade-Nation und ihren Reichtümern an Börsen und Investmentbanken. Hilarious Klinkton hat schon viele Klinken geputzt und sich dabei immer wieder fragen lassen müssen, ob das denn eigentlich lohnt. Unbeirrt hat sie weiter gemacht, ihren Billyboy stets in Schutz genommen, denn das macht sie alles schließlich nur, um irgendwann selbst mal die größte Supermacht des Westens anzuführen. Die Wahl zwischen Pest oder Cholera, Republikaner oder Demokraten, wird das große Land in eine Krise stürzen, wenn es nicht schon längst mittendrin ist. Überall lahmt die Konjunktur, weil sich die Drogen-, Öl-, Pharma-, TV- und Waffengeschäfte auch irgendwann nicht mehr so lohnen, dass sie einen nachhaltigen Mehrwert abwerfen und weil die Menschen sich nach mehr Frieden im In- und Ausland sehnen. Schließlich macht kämpfen nach extremer Wachheit irgendwann extrem müde.

Aber davon wollen die Machtgeier wie Donald Duck, die Trompete, Hilarious Klinkton und Opa-Mann nichts wissen. Worauf sollen sie also bauen? An ihren Geheimbunkern, in die sie sich verschanzen können, sobald die Welt kurz vorm Atomkollaps steht? Aber die Geheimbunker stehen ja bereits. Und auch die UFO-Gerätschaften, um auf ferne Planeten auszuweichen. Was machen sie dann bloß? Uns allein lassen mit dem ganzen Schutt, den sie angerichtet haben? Das wäre unfair. Russland oder die USA selbst werden sich das sicher nicht gefallen lassen und uns einen gehörigen Schreck versetzen, aus dem wir dann aufwachen und uns fragen "warum nur haben wir die alle gewählt?". Sie werden weiter auf ihren Partys und Parteitagen tanzen, die Welt an der Nase herumführen und uns alle eines Besseren belehren. A propos belehren, das haben Herrscher ja gar nicht gern. Bekanntlich ist Belgien ja eine "schöne Stadt". Lieber würden sie sich ihr eigenes Grab schaufeln, als sich einen Zacken aus der Krone zu brechen. Die Berater, die sie belehren, sagen sich dann anschließend immer, wie gut es war, dass sie meist unerkannt bleiben, bei all dem Schlamasel, das sie anrichten. Donald Duck, die Trompete, wird eines Tages herausposaunen, dass er gar keine Ahnung von Politik hat und von Wirtschaft nur so viel, dass sie viele Kriminelle hervorbringt. Vielleicht ist er eine lahme Ente...der Dagobert Donald Trump alias Duck. Der Vagabund ist ein Entertainer und so werden wir noch viel Unterhaltsames von ihm hören, das die Welt nicht sicherer machen wird.